Wanderung durch die Altstadt von Rathenow am 10.06.2017

Rathenow liegt an der Havel im westlichen Havelland. Meine kurze Wanderung beschränkte sich auf den historischen Kern des Ortes. Archäologische Funde legen nahe, dass die Besiedlung des Havellandes bereits vor ca. 12000 Jahren begann. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1260. Bereits 1540 hatte Rathenow 2500 Einwohner. In diesem Jahrhundert verursachten Brände und Hochwasserkatastrophen, Pest und andere Seuchen sowie die der 30-jährige Krieg unter der Bevölkerung von Rathenow enorme Opfer. Im Jahre 1648 hatte Rathenow nur noch etwa 40 Einwohner.
Im Jahr 1675 befreite Kurfürst Friedrich Wilhelm die Stadt von den Schweden und 1740 zählte Rathenow bereits wieder 3840 Einwohner.

Denkmal zu Ehren des Kurfürsten Friedrich Wilhelm

Als Garnisionsstadt unter Friedrich des Großen wurde die Stadt durch Ansiedlung von Webern und Tuchmacher bis etwa 1800 wichtig für das Preußische Militär.
Berühmt wurde die Stadt aber durch die Ansiedlung einer optischen Industrie. 1801 erhielt J.H.A. Duncker das königliche Privileg zum Bau einer optischen Industrieanstalt. Duncker’s Geburtshaus ist noch erhalten.

Geburtshaus Johann Heinrich August Dunker – Schöpfer der Deutschen Optischen Industrie

Als Industriestadt erlebte Rathenow einen enormen Aufschwung. Weitere optische Betriebe wurden gegründet und inRathenow lebten in Rathenow 31600 Einwohner.
Bei Ende des 2. Weltkrieg wurde Rathenow schwer bombardiert weil optischen Erzeugnisse aus Rathenow auch in Waffensystemen verbaut wurden. 90% der Innenstadt und 70% des gesamten Stadtgebietes wurden völlig zerstört.
Zu Zeiten der DDR wurde der Schwerpunkt der optischen Industrie wiederbelebt. Einige Betriebe konnten nach der Vereinigung Deutschlands im Wettbewerb nicht bestehen. Durch gezielte Programme gelang es aber z.B. die Fa. Fielmann an diesen Standort zu bringen.
Eine Würdigung erhielt die Stadt durch die 11 ha große Anlage des Optikparks, der auch Teil der Landesgartenschau 2016 war. Hier steht auch der höchste Leuchtturm Brandenburgs, der mit komplizierten Linsensystemen ausgestattet ist, die von Rathenow weltweit an über 100 Leuchttürmen geliefert wurden.

Leuchtturm mit Blick auf den Optikpark

Fazit: Eine schöne Zeitreise in einer schönen Stadt.

Weitere Fotos von Rathenow

Die Tour durch die Altstadt von Rathenow

Hundewanderung um den Wolletzsee am 01.06.2017

Die Tour um den Wolletzsee startet und endet am Rande des Ortes Altkünkendorf bei Angermünde in Brandenburg. Zuerst trifft man auf einen kleinen See „Heiliger See“.

Diesen Weg folgend kommt man auf einem asphaltierten Rad/Wanderweg auf dem auch Autos fahren !!! im Ort Wolletz an. In Wolletz gibt es ein großes landwirtschaftliches Gut und eine Fachklinik für neurologische Rehabilitation – GLG Fachklinik Wolletzsee GmbH.

Von dort aus führt ein Wanderweg am Ufer des Sees entlang. In der Mitte des Sees befinden sich zwei Inseln. An der nordöstlichen Seite des Sees muß man einen Zulauf zum See weitläufig umwandern.

Wieder am Ufer angekommen sieht man bereits am östlichen Ende ein Strandbad. Das Strandbad macht einen sehr gepflegten Eindruck.

Das Bad ist auch mit dem Auto zu erreichen. Im weiteren Verlauf gibt es am Ufer eine große Ansiedlung von Häusern, die auf Pfählen ins Wasser gebaut wurden. Diese Siedlung gehört zu einem Anglerverein. An der südöstlichen Seite endet die Siedlung und man trifft bald auf eine Quelle, an der man seinen Trinkwasservorrat auffüllen kann.

Danach führt der Weg abseits des Sees durch den Wald, wobei auch Höhenunterschiede von ca. 40m zu bewältigen sind. Die Hauptbaumart an den bewaldeten Stellen des Sees ist die Buche. Stellenweise führt dann der Weg am Waldrand entlang über sanfte hügelige Weideflächen. Kurz vor Ende der Wanderung geht es noch einmal ans Ufer mit einer malerischen Raststelle.

Der Weg biegt dann nach links ab und führt direkt zum Ausgangspunkt zurück.

Fazit: Eine anspruchsvolle Tour über 17km die wegen der Steigungen auch Kondition verlangt. Der See selbst ist landschaftlich wunderschön in der hügeligen Umgebung eingebettet. Das Wasser im See ist sehr klar. Der Weg ist gut beschildert (grüner Punkt und rotes Buchenblatt).

Manko: Ich bin während der Wanderung keiner Gaststätte begegnet.

Weitere Fotos vom Wolletzsee

Die Tour um den Wolletzsee

Hundewanderung um den Gleuensee am 18.05.2017

Der Gleuensee liegt östlich von Templin im Norden von Brandenburg im Landkreis Uckermark und ist mit dem Templiner See verbunden und kann so von Templin auch per Schiff erreicht werden. Am nördlichen Seeufer liegt ein Natur-Campingplatz. DieWanderung beginnt und endet an der Brücke über den Templiner Kanal. An der östlichen Seeseite führt ein schmaler Wanderweg am Ufer entlang und die Uferböschung erhebt sich zum Teil sehr steil nach oben. 

Am nörd-östlichen Teil muss man die Feuchtgebiete über die Landstraße L 217 für ca. 300m überqueren. Danach geht es links ab, um auf der anderen Uferseite den Rückweg anzutreten.  Am Anfang geht es schell wieder am Ufer entlang bis zum Naturcampingplatz. 

Doch dann muss man auf Feldwege ausweichen um die ausgedehnten Feuchtgebiete zu umwandern. Eine kleine Brücke kommt in Sicht, die es ermöglicht, wieder auf der großen Halbinsel weiter zu wandern. Kurz nach der Brücke gabelt sich der Weg. Rechts geht es in Richtung Ausgangspunkt auf einem Radweg (leichter Weg). Ich entschied mich aber für den linken Weg durch den Wald um wieder das Seeufer zu erreichen.

Dies ist jedoch ein schwieriger Weg, der sehr unwegsam und von umgestürzten Bäumen gesäumt ist. Die Strapaze hat sich aber gelohnt, denn sonst wäre ich dem Fahrgastschiff nicht begegnet. Am Ende des Sees war der Ausgangspunkt wieder erreicht.

Fazit: Die Westseite des Sees ist sehr reizvoll, besonders wegen der Ufernähe. Insgesamt war es eine schöne Tour. Wer den beschwerlichen Weg am Ufer auf der Westseite vermeiden will, nimmt an der kleinen Brücke den ausgewiesenen Weg nach rechts.

Weitere Fotos vom Gleuensee

Die Tour um den Gleuensee 

Hundewanderung am Rhin von Alt-Ruppin zum Zermützelsee am 12.05.2017

Eigentlich wollte ich nur um den Molchosee wandern aber in Molchow angekommen, musste ich feststellen, dass die Brücke über den Rhin wegen Sanierung gesperrt ist.

Nun nahm ich erst einmal im River Café einen Kaffee.

Während der Sperrung kann man das River Café nicht über Molchow erreichen sondern nur von der Schleuse Alt-Ruppin aus an der westlichen Uferseite bis zum River Café fahren. In Alt-Ruppin ist dies speziell ausgeschildert.


Nach dem Kaffee habe ich mich entschlossen am Rhin entlang bis zum Zermützelsee weiter zu wandern, denn dort gibt es die nächste Brücke. Ich wollte dann eine Mittagspause vor dem Rückweg einlegen und suchte nach einem Restaurant in Zermützel, einem beliebten Ferienort. Nach vergeblicher Suche fragte ich einen Anwohner und der erklärte mir, dass es nur ein Restaurant auf der anderen Seeseite am Campingplatz gibt. Also machte ich kehrt und fand nach einiger Zeit das Waldhaus und das ersehnte Mittagsmal.

Auf dem Rückweg passierte ich dann die Brücke zum dritten Mal. Jetzt ging es auf der anderen Rhinseite Richtung Molchow und weiter zurück nach Alt-Ruppin.

Dort an der Schleuse konnte ich den Rhin wieder überqueren um an das abgestellte Auto zu gelangen nach über 16 km und fast 6 Stunden.
Fazit: Ein Besuch im River Café lohnt sich immer wieder und das Waldhaus am Zermützelsee ist ebenso zu empfehlen. Dort gibt es auch WLAN!

Weitere Fotos vom Rhin

Die Tour am Rhin

Hundewanderung im Branitzer Park am 10.04.2017

Der Fürst-Pückler-Park Branitz ist ein von Fürst Hermann von Pückler-Muskau gestalteter Landschaftspark bei Branitz und die bedeutendste der Cottbuser Parkanlagen. Im Zentrum des zonierten Landschaftsgartens befindet sich Schloss Branitz, Alterssitz Fürst Pücklers.

Das Wahrzeichen des Parks sind die beiden weltweit einmaligen Erdpyramiden, die Landpyramide sowie die Seepyramide, auch Tumulus genannt, welche Fürst Pückler als seine letzte Ruhestätte inszenierte.

Durch seine Parkschöpfungen, insbesondere in Muskau und Branitz, zählt Hermann Fürst von Pückler-Muskau neben Peter Joseph Lenné und Friedrich Ludwig Sckell zu den bedeutendsten deutschen Gartenkünstlern des 19. Jahrhunderts.

Der Branitzer Park steht als Gartendenkmal auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, die Anlage in das UNESCO-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen.

Fazit: Eine sehr lohnende Wanderung, wenn man einen Sinn für harmonische und landschaftsnah gestaltete Gärten und Parks hat.

Weiter Fotos vom Branitzer Park

Die Tour im Branitzer Park